Schulunterrichtsgesetz, Anstellungserfordernisse-Grundsatzgesetz, Änderung
Eingelangt am 29.04.2025 · Frist bis 27.05.2025
Kurzinformation
Ziele
- Vorbereitung auf den Einstieg in das Schulsystem
- Erweiterung der Ausbildungsangebote zur Erfüllung der fachlichen Anstellungserfordernisse für Elementarpädagoginnen/Elementarpädagogen
Inhalt
Unterricht in "Orientierung und Vorläuferfertigkeiten" (präliterale Bildung) Hauptgesichtspunkte des Entwurfs
Durch den verstärkten Familiennachzug in den letzten Jahren hat ein starker Zuzug von Angehörigen von Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten nach Österreich stattgefunden. Damit verbunden war vor allem eine vermehrte Migration von Kindern und Jugendlichen. Eine besondere Herausforderung, die sich bei diesen Kindern und Jugendlichen stellt, liegt darin, dass viele von ihnen aus einem anderen Kulturkreis nach Österreich kommen und keinerlei Vorerfahrung aus einem beständigen Bildungssystem haben, wie es in Österreich etabliert ist. Die Bundesregierung hat sich daher bereits im Regierungsprogramm darauf verständigt, sogenannte Orientierungsklassen zu ermöglichen. Das Konzept der Orientierung sieht vor, dass alle Kinder, die nicht über ausreichende schulische Vorerfahrungen verfügen, zu einem Orientierungsgespräch geladen werden. Bei diesen Orientierungsgesprächen werden schulische Vorerfahrungen, der Alphabetisierungsstand und weitere für den Schulalltag wichtige Informationen erfasst. Anschließend wird über die Notwendigkeit von Orientierung („Orientierungsunterricht“) entschieden.
Im Mittelpunkt dieser Unterstützung und Betreuung stehen die Vermittlung
- grundlegenden Wissens über das Funktionieren des Systems „Schule“ in Österreich
- erster Vorläuferfähigkeiten in der Unterrichtssprache Deutsch und
- von Grundwerten und Grundregeln für das Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft (z.B. Respekt, Gleichberechtigung, Toleranz, Partizipation, Gemeinschaft, Verantwortung und Selbstbestimmung).
Weiters soll auch die Arbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten intensiviert werden. Sie sollen dabei u.a. verpflichtend über bestehende Regeln und Pflichten in der Gesellschaft und im schulischen Kontext informiert werden und Informationen über das österreichische (Schul-)system erhalten.
Entwurfsdokumente
Stellungnahmen
- Gesamt
- 30
- Organisationen
- 23
- Privatpersonen
- 7
- Nicht öffentlich
- 0
Top-Organisationen
- Fachhochschule Campus Wien; Department Soziales1 Unterstützung
- Bundesarbeitskammer (BAK)0 Unterstützungen
- Amt der Niederösterreichischen Landesregierung; Landesamtsdirektion/Recht0 Unterstützungen
- Verein EduCare0 Unterstützungen
- Bundesschülervertretung0 Unterstützungen
- Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Niederösterreich; Zentrum Elementare Bildung0 Unterstützungen
- Amt der Kärntner Landesregierung; Abteilung 1 – Landesamtsdirektion/Verfassungsdienst0 Unterstützungen
- PHVSO (Pädagogische Hochschulen des Verbunds Süd-Ost); Vorsitz Private Pädagogische Hochschule Burgenland0 Unterstützungen
Was wurde daraus?
29.04.2025
Einlangen im Nationalrat
29.04.2025
Ende der Begutachtungsfrist 27.05.2025
28.05.2025
Übermittlung an das Bundesministerium für Bildung
18.06.2025
Regierungsvorlage (128 d.B.)
Textentwicklung
Quelle: Parlamentsdirektion, parlament.gv.at (CC BY 4.0). Volltexte der Stellungnahmen nur auf parlament.gv.at.