Umsatzsteuergesetz, Änderung
Eingelangt am 11.03.2026 · Frist bis 08.04.2026
Kurzinformation
Ziel
Entlastung der Bürgerinnen/Bürger
Inhalt
Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 4,9 Prozent für ausgewählte Nahrungsmittel
Hauptgesichtspunkte des Entwurfs
Im Jahr 2025 stieg die Inflation laut Statistik Austria in Österreich auf 3,6 Prozent, nach 2,9 Prozent im Jahr 2024. Der Preisdruck nahm im vergangenen Jahr auch bei Lebensmitteln zu. Steigende Preise und wachsende Lebenshaltungskosten belasten die finanzielle Stabilität vieler Haushalte, insbesondere jene mit niedrigerem Einkommen.
Für die Lieferung von ausgewählten Nahrungsmitteln soll ab dem 1. Juli 2026 der Umsatzsteuersatz von derzeit 10 Prozent auf 4,9 Prozent gesenkt, somit mehr als halbiert werden.
Die Abgrenzung der begünstigten Nahrungsmittel soll mittels Kombinierter Nomenklatur (KN) erfolgen, dem Warenklassifikationssystem der Europäischen Union. Der reduzierte Umsatzsteuersatz von 4,9 Prozent soll ausschließlich auf die unter die jeweilige Position bzw. Unterposition der KN der Anlage 3 fallenden Nahrungsmittel anwendbar sein.
Darunter fallen beispielsweise
- Milch (einschließlich laktosefreier) und Milcherzeugnisse wie zum Beispiel Joghurt, Butter
- Eier (frisch) von Hühnern
- Gemüse; frisch, gekühlt, gefroren
- Obst bzw. genießbare Früchte
- Reis
- Mehl und Grieß von Weizen
- Teigwaren, weder gekocht oder gefüllt noch in anderer Weise zubereitet
- Brot
- Speisesalz
Nur die Lieferung und die Einfuhr dieser ausgewählten Nahrungsmittel soll begünstigt sein. Restaurationsumsätze sollen vom Anwendungsbereich nicht umfasst sein.
Entwurfsdokumente
Stellungnahmen
- Gesamt
- 707
- Organisationen
- 23
- Privatpersonen
- 445
- Nicht öffentlich
- 239
Top-Organisationen
- Vegane Gesellschaft Österreich5 Unterstützungen
- WWF (World Wide Fund for Nature) Österreich1 Unterstützung
- Amt der Niederösterreichischen Landesregierung; Landesamtsdirektion/Recht0 Unterstützungen
- Amt der Oberösterreichischen Landesregierung0 Unterstützungen
- Verein für Proteinvielfalt in Österreich0 Unterstützungen
- Amt der Steiermärkischen Landesregierung; Land Steiermark0 Unterstützungen
- Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen0 Unterstützungen
- Rechnungshof0 Unterstützungen
Was wurde daraus?
11.03.2026
Einlangen im Nationalrat
11.03.2026
Ende der Begutachtungsfrist 08.04.2026
09.04.2026
Übermittlung an das Bundesministerium für Finanzen
22.04.2026
Regierungsvorlage (474 d.B.)
Textentwicklung
Quelle: Parlamentsdirektion, parlament.gv.at (CC BY 4.0). Volltexte der Stellungnahmen nur auf parlament.gv.at.