Unterstützungsfondsgesetz – Alleinerziehende – UFG-AE
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und KonsumentenschutzÜbermittelt von Korinna SchumannAuf parlament.gv.at ansehen
Gesetz geworden
Wie funktioniert das Verfahren? →29 Stellungnahmen · 11 Tage Frist, endete 15.05.2026
BGBl. I Nr. 44/2026
Worum geht es?
Ziel
Unterstützung von Alleinerziehenden bei ausbleibenden Unterhaltszahlungen oder Hinterbliebenenleistungen für Waisen
Inhalt
Errichtung eines Unterstützungsfonds für Alleinerziehende und Gewährung von Unterstützungsleistungen an betroffene Alleinerziehenden-Haushalte
Hauptgesichtspunkte des Entwurfs
Es soll ein Unterstützungsfonds für Alleinerziehende eingerichtet werden.
Alleinerziehende und Kinder aus Alleinerziehenden-Haushalten sind – statistisch messbar – besonderen wirtschaftlichen und sozialen Belastungen ausgesetzt: Neben mangelnden Erwerbschancen (19 Prozent der Alleinerziehenden sind "working poor") sind Alleinerziehende besonders häufig armuts- oder ausgrenzungsgefährdet (43 Prozent). Ebenso ist nahezu jedes zweite Kind (46 Prozent) in einem Alleinerziehenden Haushalt laut Statistik Austria armuts- oder ausgrenzungsgefährdet und profitiert daher besonders von staatlichen Unterstützungsmaßnahmen. Der überwiegende Teil der Alleinerziehenden sind laut Statistik Austria Frauen (82,6 Prozent).
Verschärft werden diese Umstände durch die Inflationsentwicklung (25 Prozent zwischen 2021 und Juli 2025; Statistik Austria, Stand August 2025). Insbesondere für Personen mit geringen Einkommen stellt die Teuerung eine große Belastung dar, da sie aufgrund ihrer Konsummuster von einer höheren Inflation stärker betroffen sind als Personen mit hohen Einkommen.
Die Kinderkostenstudie zeigt darüber hinaus, dass die Kinderkosten für Alleinerziehende fast doppelt so hoch (900 Euro) sind, wie für Zwei-Eltern-Haushalte (494 Euro). Das liegt insbesondere daran, dass auflaufende Fixkosten, etwa für Wohnen oder Energie, auf weniger Personen verteilt werden können. Trotz dieser erhöhten Kinderkosten unterscheidet sich die Höhe der monetären Familienleistungen kaum zwischen Alleinerziehenden-Haushalten und Zwei-Eltern-Haushalten. Zudem nehmen Lebenshaltungskosten zu, wenn sich die Kindeseltern trennen.
Fällt nun nicht nur das Einkommen des zweiten Elternteils, sondern auch dessen Unterhaltsleistung für das gemeinsame Kind, zur Gänze weg, spitzt sich die Problematik der ohnehin schon höheren Belastung bei den Lebenshaltungskosten noch weiter zu.
Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf soll dieser besonderen Belastung, die sich aus der alleinigen wirtschaftlichen und betreuenden Verantwortung von Alleinerziehenden ergibt, durch die Einrichtung eines Unterstützungsfonds begegnet werden. Mit seinen Leistungen soll ein Beitrag zur Abdeckung der Mehrbelastung von Alleinerziehenden geleistet und damit Frauen- und Kinderarmut verringert werden.
Der Entwurf
Was das Ressort begründet
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Dokumente
Zweite Quelle: Rechtsinformationssystem (RIS)
Das RIS des Bundes führt denselben Entwurf mit Text, Erläuterungen und Textgegenüberstellung im RIS-Eintrag.
Was ändert der Entwurf?
Die Textgegenüberstellung wird geladen …
Die Begutachtung
Stellungnahmen
- Gesamt
- 29
- Organisationen
- 25
- Privatpersonen
- 3
- Nicht öffentlich
- 1
25 Organisationen
Liste der Stellungnahmen
- Datenschutzbehörde
- Amt der Niederösterreichischen Landesregierung; Landesamtsdirektion/Recht
- Amt der Oö. Landesregierung; Direktion Verfassungsdienst
- Amt der Tiroler Landesregierung
- BM f. Frauen, Wissenschaft und Forschung
- BM f. Justiz
- Caritas Österreich; Fachstelle Armut
- Dachverband der Sozialversicherungsträger
- Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
- Katholischer Familienverband Österreich
- Österreichische Plattform für Alleinerziehende
- Österreichischer Frauenring
- Verein Feministische Alleinerzieherinnen - FEM.A
- Vereinigung der österreichischen Richter*innen
- Volkshilfe Österreich
- Österreichischer Städtebund; Generalsekretariat
- Amt der Steiermärkischen Landesregierung; Land Steiermark
- BM f. europäische und internationale Angelegenheiten
- Bundesverband der Gewaltschutzzentren Österreichs
- Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien; Frauen und Gleichstellungspolitik
- Österreichischer Familienbund
- Rechnungshof
- Amt der Vorarlberger Landesregierung
- Österreichischer Gewerkschaftsbund; ÖGB Frauenabteilung
- Bundeskanzleramt - Verfassungsdienst
10 von 25 angezeigt
Die Stellungnahmen wurden am 18.05.2026 an das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz übermittelt.
Die Regierungsvorlage
Der Entwurf wurde als Regierungsvorlage 503 d.B. eingebracht.
Eine Regierungsvorlage ist die Fassung, die die Regierung nach der Begutachtung dem Nationalrat vorlegt. Ob und wie der Entwurf geändert wurde, zeigt der Vergleich der beiden Texte weiter unten.
Was sich nach der Begutachtung geändert hat
Der Gesetzestext des Entwurfs wird mit dem der Regierungsvorlage verglichen …
Im Parlament
Nach der Regierungsvorlage wurde der Text im Parlament weiter geändert. Diese Fassungen sind dabei entstanden:
Im Bundesgesetzblatt
Kundgemacht als Bundesgesetzblatt I Nr. 44/2026.
Wird dieses Verfahren öffentlich unter einem anderen Namen diskutiert? Hinweise an kontakt@begutachtungs-monitor.at — die Suche findet den Entwurf dann auch darunter.